Sie sind hier: Ernährung / BARF » Artikel zur Ernährung » Krebs
 

drei hunde nacht


 

Ernährung, Kräuter und Zusätze bei Krebs
 

 

Die Diagnose Krebs versetzt den Hundebesitzer oft in tiefe Verzweiflung, da Krebs in unserer Gesellschaft fast ein Tabuthema ist. Oft fühlt man sich so, als hätte der Tierarzt das Todesurteil ausgesprochen und verfällt in eine Art Hilflosigkeit. Das muss nicht so sein, denn auch bei Krebserkrankungen gibt es sinnvolle Behandlungen und die Möglichkeit durch Ernährung und Nahrungsergänzung dem Hund eine lange, beschwerdefreie Zeit zu bescheren bzw. den Krebs zum Stillstand zu bringen. Hier ist eine gute Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt und Tierheilpraktiker sehr wichtig.

 

Krebserkrankungen, wie alle anderen sogenannten Zivilisationserkrankungen, nehmen beim Hund zu. Das hat verschiedene Ursachen, z. B. Umweltverschmutzung, Toxinbelastungen, Übergewicht und die Ernährung. Die Ernährung spielt vermutlich eine viel größere Rolle als bisher vermutet, denn die Zahl an krebserkrankten Hunde ist gestiegen parallel zu der zunehmenden Fütterung von Fertigfutterprodukten.

 

Wenn man sich mit der Krebsbehandlung des Hundes auseinandersetzt, kommt man nicht umhin, vieles aus dem Humanbereich anzuschauen, denn im Veterinärbereich gibt es nicht besonders viel Information zur alternativen Krebsbehandlung beim Hund. Interessant ist, dass bei erfolgreichen alternativen Krebsbehandlungen im Humanbereich einige gemeinsame Aspekte zu finden sind, und zwar eine konsequente, dauerhafte Umstellung der Ernährung auf Frisch- bzw. Rohkost, eine Ergänzung mit Enzymen, krebsbekämpfenden Lebensmitteln und Kräutern und eine Behandlung mit hochdosierten Vitaminen. Im Endeffekt werden zwei Wege beschritten: Es wird versucht dem Körper keine Gift- und Schadstoffe mehr zuzuführen bzw. sie auszuleiten und es wird das Immunsystem durch natürliche, gesunde Mittel gestärkt. Somit ist eine Ernährung mit frischem Futter, also BARF, die beste Krebsprophylaxe überhaupt.

Sogenannte Krebszellen (entartete Zellen) entstehen ständig im Körper. Ein gesundes, funktionierendes Immunsystem ist in der Lage, solche Zellen zu erkennen und zu vernichten. Da das Immunsytem im Alter in seiner Leistungsfähigkeit nachlässt, bekommen Hunde oft erst im Seniorenalter Tumore. Die meisten Krebszellen enstehen durch übermäßige Oxidation und durch Entzündungen, deshalb setzen viele alternative Krebsbehandlungen Antioxidantien und entzündungshemmende Mittel ein.

Die ersten Anzeichen einer Krebserkrankung sind Schwellungen, die kontinuierlich oder  schnell wachsen. Weitere Anzeichen sind Appetitverlust, plötzliche Gewichtsabnahme, nicht heilende Wunden, ein fauliger Geruch, Blutungen aus Körperöffnungen, Abgeschlagenheit, Lahmheit und Steife, Atembeschwerden und Probleme mit Kot- oder Urinabsatz.

Vor allem bei Lahmheiten sollte der Hundebesitzer nicht einfach annehmen, dass es sich um Arthrose oder Arthritis handelt, sondern die betroffene Partie röntgen lassen, denn es können auch Tumore zu Lahmheiten führen. Eine frühe Diagnose ermöglicht ein sofortiges Handeln und begünstigt dadurch den Verlauf jeder Krebsbehandlung.


Ein krebskranker Hund sollte getreidefrei ernährt werden, da Tumorzellen die aus dem Glukosestoffwechsel erzeugte Energie bevorzugen. Die Verdauung von einfachen Kohlenhydraten führt bei krebskranken Hunden zum abnorm starken Anstieg des Blut-Laktatgehaltes, dessen Abbau dem Körper wiederum Energie raubt und übersäuert. Im Prinzip ernährt man durch das Füttern von Getreide die Tumore. In einer Studie mit krebskranken Hunden, die eine Chemotherapie bekommen hatten, wurde die Auswirkung einer fettreichen Nahrung im Vergleich zu einer kohlenhydratreichen Nahrung untersucht. Bei den Hunden, die fettreiche Nahrung bekamen, war die Remissionsrate 90 %. Bei den Hunden, die kohlenhydratreich ernährt wurden, war die Remissionsrate nur 66 %. Nach dieser Studie ist der Effekt der Ernährung auf den Behandlungserfolg deutlich zu sehen.

Außerdem ist bei tumorkranken Hunden der Fettstoffwechsel gestört, was zum erhöhtem Bedarf an Fetten führt. Krebszellen können Fette nur schwer verwerten, gleichzeitig erlebt man oft eine deutliche Gewichtsabnahme bei krebskranken Hunden, deshalb sollte das Futter neben hochwertigen Proteinen auch einen stark erhöhten Fettanteil haben. Omega 3-Fettsäuren sollten bei Tumorerkrankungen in recht großen Mengen gefüttert werden, da sie nachweislich das Wachstum der Tumore sowie Metastasen verhindern. Eine gute Quelle für Omega 3-Fettsäuren sind Fischöle. Fischöle enthalten die langkettigen Omega 3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) und gerade die Eicosanoide sind hilfreich bei dem Ausgleich einiger metabolischer Veränderungen bei Krebskranken. Eine Dosis von etwa 10 ml Fischöl/20 kg KM/Tag ist bei krebskranken Hunden empfehlenswert, sofern der Hund diese Menge verträgt.

Tumore konkurrieren mit dem Körpergewebe um Aminosäuren und führen so zu einer Gewichtsabnahme beim Patienten. Es ist deshalb sehr wichtig, dass hochwertiges Eiweiß gefüttert wird, damit der Hund mit möglichst wenig Energieaufwand die Nahrung verdauen und seine Muskeln, Knochen, Organe und Immunsystem erhalten kann. Die Aminosäuren Arginin und Glutamin sind hier von besonderer Bedeutung. Arginin hat in Studien gezeigt, dass es das Wachstum von Tumoren und die Bildung von Metastasen drosselt und das Immunsystem stärkt. Glutamin hilft zusätzlich bei Magen-Darm-Störungen durch den Krebs bzw. Chemopharmaka. Reich an Arginin und Glutamin sind insbesondere Rindfleisch, Wildfleisch, Geflügelfleisch, Fisch, Eigelb, Nüsse und Kürbiskerne.

Immunstärkend wirkt zusätzlich Bries, die Thymusdrüse des Rindes. Thymus gibt es auch als Extrakt zum Spritzen. Ein krebskranker Hund hat einen erhöhten Bedarf an Folsäure, deshalb empfiehlt es sich ein bißchen extra Leber zu verfüttern. Interessanterweise mögen insbesondere krebskranke Hunde gerne Leber. Bries und Leber sollten wie alle anderen Lebensmittel bei der Ernährung von krebskranken Hunden aus kontrolliert biologischem Anbau stammen (Bio-Qualität).

 

 

Krebszellen mögen keine Himbeeren

So lautet der Titel eines Buches zur Ernährung des Menschen bei Krebs. Der Titel ist nicht nur witzig, die Aussage ist auch wahr, Krebszellen mögen keine Himbeeren. Krebszellen mögen eine ganze Menge Obst, Gemüse und Kräuter nicht, deshalb ist es empfehlenswert den Gemüse/Obst-Anteil des Futters aus genau solchen Lebensmitteln zu gestalten. Pflanzen, ob Obst, Gemüse oder Kräuter, enthalten neben Vitaminen und Mineralien sekundäre Pflanzenstoffe, unter anderem welche mit antikarzinogener Wirkung. Die Wirkung beruht zum Teil auf dem Gehalt an Antioxidantien, Enzymen und Vitaminen aber auch auf dem Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie z. B. Polyphenole, Phytoöstrogene, Sulfide, Glucosinolate, Flavonoide und Carotinoide.
Besonders empfehlenswerte Obstsorten bei Krebs sind Papaya, Äpfel, Birnen, Ananas, Mangos, Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Kiwis und Zitrusfrüchte (kleine Mengen). Papaya ist nicht nur besonders enzymreich, sie hilft dem Körper Arginin zu bilden. Wenn der Hund Obst bzw. Zitrusfrüchte wegen Magenreizungen schlecht verträgt, können Sie frisch gepresste Obst/Gemüse-Säfte geben. Kleine Mengen mehrmals täglich bringen die bessere Wirkung.

An Gemüsesorten sind Kohl, Brokkoli, Brunnenkresse, weiße Rüben, Karotten, Knoblauch (kleine Mengen) und grünes Blattgemüse wie Petersilie, Mangold, Spinat, Kohlrabiblätter usw. empfehlenswert.




Kräuter bei Krebs

Vor allem die große Klette (Wurzel) sollte zur Unterstützung bei Krebs gegeben werden. Die große Klette reinigt das Blut, unterstützt Leber, Niere und das Lymphsystem, so dass Toxine effektiv ausgeschieden werden können. Außerdem stimuliert die große Klette die Interferonbildung. Interferone haben eine starke Anti-Tumor-Wirkung. Zusätzlich sollte ein Adaptogen verabreicht werden, z. B. Astragalus oder Ginseng (Sibirisch). Adaptogene stärken den Organismus, aktivieren die Körperabwehr, schützen vor schädigenden Einflüssen und stimulieren die Geweberegeneration. Adaptogene haben generell eine stark antikarzinogene Wirkung.


Weitere Kräuter mit antikarzinogener Wirkung sind Löwenzahnwurzel, kleiner Sauerampfer, krauser Ampfer bzw. Ampfergrindwurzel, Rotklee, Klettenlabkraut und Brunnenkresse. Echinacea stärkt zusätzlich das Immunsystem und kann kurweise zur Krebsprophylaxe gegeben werden.

Ein besondere Erwähnung bekommt noch die Rinde der Liane Katzenkralle (Uncaria tomentosa). Sie hat einen hohen Gehalt an Antioxidantien und enthält Alkaloide, die das Immunsystem stimulieren und die Fähigkeit der weißer Blutkörperchen, Krebszellen und Toxine zu vernichten bzw. auszuleiten, steigert. Außerdem beruhigt, heilt und säubert die Katzenkralle das Verdauungssystem und lindert so einige Nebenwirkungen der Chemotherapie.

Essiac ist eine Kräutermischung, die traditionell bei Krebserkrankungen eingesetzt wird. In Deutschland gibt es eine Variation der Original Essiac Formel, „Flor Essence“. Die ursprüngliche Rezeptur besteht aus große Klettenwurzel (Arctium lappa), Sauerampfer (Rumex acetosa), medizinaler bzw. chinesischer Rhabarberwurzel (Rhuem palmatum) und die Nordamerikanische Rotulme „slippery elm“ (Ulmus fulva).


Die Mischung wird wie folgt hergestellt:
300 ml große Klettenwurzel, geschnitten 
90 g Sauerampferkraut, Pulver
6 g Rhabarberwurzel, Pulver
23 g Slippery Elm Rinde, Pulver
1,5 l Destilliertes Wasser

Kräuter in kochendes Wasser geben und 10 Min. weiter kochen lassen. Kochplatte ausschalten und Mischung bedeckt 12 Stunden ziehen lassen. Anschließend nochmal kurz aufkochen, absieben, abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Dosierung 20 kg Hund: 2 EL 3 x täglich




Weitere Mittel bei Krebs

Vitamin B17 (Amygdalin oder Laetrile): Krebszellen verfügen über ein Enzym, das die Zellwände von gesunden Zellen aufspaltet. Dieses Enzym wird von Krebszellen in den Zellzwischenräumen abgegeben, wo auch das Vitamin B17 zu finden ist. Wenn das Enzym das Vitamin B17-Molekül aufspaltet, wird ein Gift freigesetzt, dass die Krebszelle tötet. Da nur Krebszellen dieses Enzym zur Aufspaltung von B17 besitzen, werden fast nur Krebszellen von dem entstehenden Gift getötet. Bittere Aprikosenkerne enthalten extrem viel B17. Die Dosis muss langsam gesteigert werden auf 0,2 - 0,4 g/kg KM/Tag. Ein Gramm entspricht in etwa 2-3 Aprikosenkerne (Gewicht), oder 1 gemahlener Aprikosenkern (Volumen). Da das Absterben von Krebszellen die Ausscheidungs- und Reinigungsorgane sehr belasten kann, sollten gleichzeitig Kräuter zur Unterstützung der Leber (Mariendistel), der Niere und des Lymphsystems (große Klettenwurzel) sowie Enzyme gegeben werden. Wirkt der Hund sehr abgeschlagen, sollte eine kurze Pause in der Behandlung mit Vitamin B17 stattfinden.

Enzyme: Enzyme sind organische Substanzen, die als Biokatalysatoren wirken und in allen metabolischen Vorgängen im Körper beteiligt sind. Sie regeln den Stoffwechsel und beschleunigen chemische Reaktionen, damit der Körper effizient und mit weniger Energieaufwand arbeiten kann. Sie sorgen dafür, dass Nährstoffe verwertet werden und spielen eine Schlüsselrolle in der Immunabwehr. Enzyme suchen Krebszellen auf und machen sie erkenntlich für das Immunsystem, damit sie zerstört werden können. Darüber hinaus helfen Enzyme entstehende Toxine und Abfallprodukte der Krebszellenzerstörung abzubauen und auszuleiten. Das ist besonders bei einer Krebserkrankung von großer Bedeutung, denn indem Enzyme das Immunsystem derart regeln und stärken, verhindern sie so das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen. Jede alternative Krebsbehandlung beinhaltet die Gabe von Enzymen.
Ein gutes Präparat ist Wobenzym, mit den Enzymen Pancreatin, Bromelain, Papain, Trypsin und Chymotrypsin. Wobenzym ist in jeder Apotheke zu erhalten. Die Dosis rechnen Sie sich anhand des Beipackzettels aus.
Antioxidantien: Freie Radikale sind oft beteiligt an der Entstehung und dem Fortschreiten von Krebserkrankungen, indem sie die Erbinformation im Zellkern schädigen. Antioxidantien schützen die Zellen vor freien Radikalen und sind bei der alternativen Krebstherapie inzwischen Standardmittel. Insbesondere werden Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide sowie Selen und Zink und das Coenzym Q10 bei einer Krebstherapie ergänzt. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach intravenösen Vitamin C-Behandlungen, da die nötigen Mengen oral verabreicht den Magen reizen können. Bei der Krebsernährung ist darauf zu achten, dass Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind, bevorzugt gefüttert werden. Reich an Zink und Selen sind z. B. Leber und Eigelb. Antioxidantien können eine Chemotherapie negativ beinflussen, deshalb sollten Sie die Gabe von Antioxidantien bei gleichzeitiger Chemotherapie mit Ihrem Tierarzt vorher absprechen.

Leinsamenöl: Leinsamenöl wird bei der Krebsbehandlung bei Menschen eingesetzt wegen seines hohen Gehaltes an Alpha-Linolensäure (ALA) und Lignanen. Es scheint laut verschiedenen Studien so zu sein, dass Hunde das ALA in Leinsamenöl nur schlecht bzw. gar nicht in EPA und DHA umwandeln können, daher ist Fischöl zur Ergänzung von EPA und DHA vorzuziehen. Allerdings haben die Lignane im Leinsamenöl eine antioxidative Wirkung, die dazu beitragen könnte, toxische Wirkungen von übermäßig gebildetem Östrogen zu hemmen. Da in der Krebsernährung der Fettanteil recht hoch sein sollte, kann Leinsamenöl zusätzlich verfüttert werden. Es sollte aber frisch kaltgepresstes Öl sein aus Bio-Anbau.

Pilze: Die Pilze Reishi, Shiitake und Cordyceps wirken stark immunstimmulierend und können zusätzlich bei Krebs verfüttert werden.

MSM (Methylsulfonylmethan): MSM verlangsamt laut Studien das Wachstum von Tumoren, lindert Schmerzen und entgiftet.

 

 

Zusammenfassung Krebsernährung

 

 

Download Ernährung bei Krebs

 

 

Copyright S. Simon 2008-2009

www.barfers.de

alle Rechte vorbehalten