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drei hunde nacht


Vitamin B

 

 

Die B-Komplex -Vitamine sind wasserlösliche Vitamine, die zusammengruppiert worden sind, weil sie alle ähnliche metabolische Funktionen und Vorkommen in Lebensmitteln haben. Sie werden nicht oder nur geringfügig im Köper gespeichert und müssen deswegen regelmäßig durch die Nahrung oder durch zusätzliche Mittel ergänzt werden.

 

Diese Vitamine sind in ihrer Funktion als Coenzyme am Energiestoffwechsel und der Gewebesynthese beteiligt. Coenzyme sind Substanzen, die an Enzymreaktionen beteiligt sind. Viele Coenzyme enthalten als Bestandteil ihrer Struktur Vitamine, ohne die die Coenzyme wiederum nicht richtig "arbeiten" können.

 

Da sie zusammenwirken, sind die Vitamine der B-Gruppe effektiver, wenn sie kombiniert statt einzeln genommen werden.

 

B-Komplex beinhaltet folgende Vitamine:

 

  

 
Vitamin B1 (Thiamin) 

 

Spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Hilft bei der Verdauung, der Produktion von Salzsäure im Magen und der Darmperistaltik. Sorgt für normale Funktion des Nervensystems, der Muskeln und des Herzens. Der Bedarf hängt sehr von der Menge der  Kohlenhydrate in der Diät des Hundes ab, ist erhöht bei Hunden mit Schilddrüsenunterfunktion, laktierenden Hündinnen, im Wachstum und bei Hunden, die an Koprophagie leiden. Hilft außerdem bei Reisekrankheit und bei der Behandlung von Herpesvirus bei Welpen. Äußerst hitzeempfindlich! Bis zu 74% des Thiamins wird durch Erhitzen zerstört.

 

Mangelerscheinungen: Koprophagie, Appetitlosigkeit, Störungen des Zentralnervensystems, Muskelschwäche, Herzvergrößerung, Nervenerkrankungen.

 

Quellen: Mageres Schweinefleisch, Rindfleisch, Leber, Weizenkleie, Vollkornerzeugnisse, Erdnüsse, Gemüse, Milch, Eigelb, Fisch.

 

Bedarf: 20 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag oder 270 Mikrogramm/1.000 kcal ME

 

 

Vitamin B2 (Riboflavin)

 

Riboflavin ist ein Bestandteil zweier Coenzyme (flavin mononucleotid und flavin adenin dinucleotid) und übernimmt wichtige Funktionen im Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel. Wichtig für Wachstum und Fortpflanzung, gesunde Haut, Haarkleid, Krallen und Sehvermögen. Hilft bei der Heilung von Hautläsionen, verhindert auch Koprophagie. Wird sehr leicht durch Lichteinwirkung zerstört.

 

Mangelerscheinungen: Läsionen der Lefzen, gespaltene Krallen, Gewichtsverslust, schlechte Muskulatur, trockene, schuppige Haut, vermehrtes Haaren, fettiges Haar, Koprophagie, Krämpfe der Hinterhand, rote, juckende Augen.

 

Quellen: Leber, Niere, grünes Blattgemüse, Eier, Fisch, Joghurt.

 

Bedarf: 50 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag

 

 

Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure, Niacinamid, Nicotinsäureamid)

 

Hilft beim Fettstoffwechsel, fördert ein gesundes Verdauungssystem, lindert Störungen von Magen und Darm. Wichtig für gesunde Haut. Spielt eine wichtige Rolle in der Glykolyse. Glykolyse ist ein Sammelbegriff für eine Reihe enzymatischer Reaktionen, in denen Glukose in kleinere Fragmente gespalten wird. Der Körper kann selbst Niacin bilden mit Hilfe der Aminosäure Tryptophan, vorausgesetzt es werden genügend hochwertige tierische Eiweiße in der Nahrung zugeführt. Sehr wichtig für die Synthese der Sexualhormone (Östrogen, Progesteron, Testosteron) ebenso wie für Cortison, Thyroxin und Insulin. Fördert den Kreislauf, reduziert Cholesterin, notwendig für ein gesundes Nervensystem und für gesunde Hirnfunktionen. Diäten mit einen hohen Maisanteil benötigen mehr Niacin. Getreideprodukte beinhalten viel Niacin, aber es ist gebunden und deswegen für den Hund nicht verwertbar. Niacion ist sehr hitzebeständig.

 

Mangelerscheinungen: Anämie, vermehrter Speichelfluss, Unterzucker, Dermatitis, Durchfall, Demenz und bei extremen Mangel Tod. Gleichzeitig besteht zugleich ein B1-, B6- und Folsäure-Mangel. Erste Anzeichen sind Hautveränderungen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Beim Hund auch "black tongue disease".

 

Quellen: Fisch, mageres Fleisch, Bierhefe, Leber, Milch, Weizenkeime, Eier, weißes Geflügelfleisch.

 

Bedarf: 225 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag

 

 

Vitamin B5 (Pantothensäure, Panthenol, Kalziumpantothenat)

 

Bekämpft Infektionen durch die Bildung von Antikörpern. Verringert die nachteiligen und giftigen Wirkungen vieler Antibiotika. Hilft bei der Wundheilung, beim Zellaufbau, bei Erschöpfungszuständen, sorgt für normales Wachstum und für die Entwicklung des zentralen Nervensystems und die normale Funktion der Nebennieren. Wichtig für die Umwandlung von Fett und Zucker in Energie.

Notwendig für die Synthese von Antikörpern, für die Verwertung von PABS (Paraaminobenzoesäure) und Cholin.

 

Mangelerscheinungen: Unwahrscheinlich. Übersensibilität oder Depression (Wesen), frühzeitiges Ergrauen, Gastritis, Haarausfall, niedriger Blutzucker, Addisons, verminderte Antikörperbildung, Verschlechterung allergischer Symptome.

 

Quellen: Fleisch, Niere, Leber, Herz, Getreidekörner, Weizenkeime, Kleie, grüne Gemüsesorten, Bierhefe, Nüsse, Hühnerfleisch.

 

Bedarf: 200 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag

 

 

Vitamin B6 (Pyridoxin)

 

Hilft bei der Absorption und Umwandlung vieler Aminosäuren. Wichtig für Eiweiß- und Fettaufnahme. Erforderlich für die Produktion von Salzsäure und Magnesium. Hilft bei der Umwandlung von Tryptophan in Niacin. Fördert die richtige Synthese der Nukleinsäure Taurin und L-Carnitin. Muss für die Produktion von Antikörpern und roten Blutkörperchen vorhanden sein. Notwendig für die richtige Aufnahme von Vitamin B12. Der Bedarf steigt bei einer Ernährung mit überhöhtem Eiweißanteil sowie bei Eiweißmangel.

 

Mangelerscheinungen: Unwahrscheinlich. Wachstumsstörungen, Anorexie, Herzerkrankungen, Anämie, hohe Serum Eisenwerte.

 

Quellen: Leber, Fisch, Eier, Hafer, Erdnüsse, Bierhefe, Weizenkleie, Weizenkeime, Naturreis.

 

Bedarf: 22 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag (AAFCO empfiehlt 1mg/kg Nahrung)

 

 

Vitamin B12 (Cobalamin) 

 

Als einziges von den wasserlöslichen Vitaminen kann es im Körper gespeichert werden und enthält als einziges Vitamin Spuren von essentiellen Mineralstoffen (Cobalt). Wird durch den Magen nur mit Hilfe von Salzsäure aufgenommen und braucht Kalzium, um vom Körper richtig verwertet zu werden. Hilft Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß richtig verwerten. Bildet und regeneriert rote Blutkörperchen, beugt Anämie vor. Steigert Wachstum und Appetit. Erhält ein gesundes Nervensystem. Mildert Reizbarkeit und steigert die Energie. Lichtempfindlich aber wenig hitzeempfindlich.

 

Mangelerscheinungen: Unwahrscheinlich. Anämie, Müdigkeit, neurologische Störungen

 

Quellen: Leber, Innerein, alle Fleischsorten, Milch, Käse, Hefe

 

Bedarf: 0,5 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag

 

 

Vitamin B13 (Orotsäure)

 

Sorgt für die Verwertung von Folsäure und Vitamin B12. Hilft im zellinternen Zellstoffwechsel, essentiel für DNS-Stoffwechsel, regeneriert geschädigte Leberzellen, verhindert die Bildung von Krebsgeschwülsten, entwickelt krebshemmende Substanzen, ist Schlepper für Magnesium, steigert die Blutzellbildung im Knochenmark.

 

Mangelerscheinungen: Müdigkeit, Arterienverkalkung

 

Quellen: vor allem Milchprodukte (in Schafssauermilch am höchsten), Leber, Wurzelgemüse.

 

Bedarf: nicht bekannt 

 

 

Vitamin B15 (Pangamsäure, Dimethylglycyl, DMG) 

 

Pangamsäure regt den Sauerstoffumsatz in den Gewebezellen an, verbessert die Sauerstoffversorgung vor allem bei erhöhter Muskeltätigkeit und vermindert Müdigkeitserscheinungen. Unterstützt den Leberstoffwechsel. Antioxidative Wirkung.

 

Mangelerscheinungen: nicht bekannt

 

Quellen: Bierhefe, unpolierter Reis, Vollkorn, Kürbiskerne, Sesamsamen.

 

Bedarf: nicht bekannt

 

 

Vitamin B17 (Amygdalin, Laetril)

 

Amygdalin ist eigentlich kein Vitamin sondern eine Verbindung aus zwei Zuckermolekülen; Benzaldehyd und Cyanid. Es soll krebshemmende Eigenschaften besitzen.

 

Auszug aus dem Buch von Phillip Day: Krebs - warum wir noch sterben, um die Wahrheit zu kennen:

 

"Während der fünfziger Jahre, nach vielen Jahren der Forschung lokalisierte der engagierte Biochemiker Ernst  T. Krebs jr.  ein neues Vitamin, das er B17 nummerierte und ' laetrile ' benannte. Während die Jahre vorbei gingen, wurden Tausende überzeugt, daß Krebs schließlich die komplette Heilung für alle Krebsarten gefunden hatte, eine Überzeugung, die heute sogar noch mehr Leute teilen."

"Nitrilosides sind die natürlichen Nahrungsmittel, die im Vitamin B17 reich sind. Dieses Vitamin wird durch eine große Gruppe wasserlöslicher, im Wesentlichen ungiftige, zuckerhaltige Substanzen gekennzeichnet, die innen über 800 Betrieben gefunden werden, von denen viele essbares der Quelle von B17 wird gefunden im reichlichen Versorgungsmaterial innerhalb der Kerne (Samen) vieler Nichtzitrusfruchtfrüchte, wie Kirschen, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen und Äpfel. Jedoch ist es innerhalb des Samens der bescheidenen Aprikose, wo die höchsten Konzentrationen von B17 gefunden werden, 2 bis 2,5 Gewichtsprozent in der meisten Varianten."

 

Studien von Krebs zeigten,  wenn ein menschliches oder Tiersystem eine genügende Menge an laetrile (oder in seiner natürlichen Form in hydrocynacischer Säure) einnimmt, diese Substanz selektiv giftig auf Krebszellen wirkt.

 

Mangelerscheinungen: nicht bekannt

 

Quellen: vor allem Aprikosenkerne, aber auch Kirsch-, Nektarinen-, Pfirsich-, Pflaumen- und Apfelsamen bzw. -kerne.

 

Bedarf: nicht bekannt 

 

 

Cholin 

 

Wichtig für den Fettstoffwechsel. Wirkt zusammen mit Inosit (das ebenfalls zum B-Komplex gehört) bei der Verwertung von Fetten und Cholesterin. Entgiftend und Leberstoffwechselunterstützend.

Die Cholin-Verwertung des Körpers ist abhängig von Vitamin B12, Folsäure und der Aminosäure L-Carnithin. 

 

Mangelerscheinungen: Arterienverhärtung, möglicherweise Leberverfettung

 

Quellen: Eigelb, Innereien, grünes Blattgemüse, Hefe, Vollkornprodukte

 

Bedarf:  25 Milligramm/kg Körpergewicht/Tag

 

 

Folsäure (Folacin, Folat)

 

Ist für Wachstum, Zellteilung sowie Produktion von DNS und RNS wichtig. Steigert den Milchfluss bei stillenden Müttern. Schützt gegen Darmparasiten und vor Lebensmittelvergiftungen. Beugt Anämie vor. Wichtig für den Aufbau der roten Blutkörperchen. Hilft beim Eiweißstoffwechsel. Notwendig für die Verwertung von Zucker und Aminosäuren.

 

Mangelerscheinungen: Anämie, Anorexie, Gewichtsverlust, geschwollene Zunge

 

Quellen: Leber, Nieren, Spinat, Spargel, Karotten, Eigelb, Kürbis, Avocado, Bohnen. dunkelgrünes Blattgemüse.

 

Bedarf: 4 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag

 

 

Biotin (Coenzym R oder Vitamin H) 

 

Lindert Muskelschmerzen, Ekzeme und Hautausschlag. Erforderlich für die Synthese von Vitamin C. Wichtig für die Synthese von Fetten und Proteinen. Die Synthese der Ascorbinsäure erfordert Biotin. Wichtig für den normalen Fett- und Eiweißstoffwechsel und der Synthese von nicht essentiellen Aminosäuren und Purinen. Avidin (in rohem Eiweiß) verhindert die Aufnahme durch den Körper. Wirkt zusammen mit B2, B6, Niacin und A und trägt zur Erhaltung einer gesunden Haut bei. 

 

Mangelerscheinungen: Hauterkrankungen (Dermatitis), Hyperkeratose, Anorexie, Anämie, vermehrter Speichelfluss, blutiger Durchfall.

 

Quellen: Leber, Niere, Alfalfa Grünmehl, Eigelb, Bierhefe, Milch, unpolierter Reis, Nüsse, Haferflocken.

 

Bedarf: unbekannt (schätzungsweise 2 Mikrogramm/kg Körpergewicht/Tag; Zentek/Meyer)

 

 

Inosit

 

Wichtig für den Transport der Fette. Verbindet sich mit Cholin, um Lecithin zu bilden. Am Stoffwechsel von Fett und Cholesterin beteiligt. Senkt den Cholesterinspiegel, fördert Haarwachstum. Hilft bei der Vorbeugung gegen Ekzeme. Hilft bei der Verteilung von Körperfett. Hat beruhigende Wirkung.

 

Mangelerscheinungen: Ekzeme

 

Quellen: Innereien, Bierhefe, Rosinen, Weizenkeime, Erdnüsse, Kohl, Eier, Milch.

 

Bedarf: unbekannt

 

 

PABS (Paraaminobenzoesäure) 

 

Lindert Schmerzen bei Verbrennungen. Erhält die Haut gesund und weich.
Hilft bei der Bildung von Folsäure und ist wichtig für die Verwertung von Eiweiß.
Begünstigt die Aufnahme - und damit die Wirksamkeit - von Pantothensäure. 

 

Mangelerscheinungen: Ekzeme

 

Quellen: Leber, Bierhefe, Niere, Vollkorn, Reis, Kleie, Weizenkeime, schwarze Melasse, Milch.

 

Bedarf: unbekannt

 

 

Copyright Swanie Simon 2003 - 2008

 

 

Quellen:
“Nutrient Requirements of Domestic Animals” NRC
“Canine and Feline Nutrition” Case, Carey, Hirakawa, Daristotle
“Ernährung des Hundes” Zentek, Meyer
“Feeding Your Dog for Life“ D. Morgan
“Bioavailability of Nutrients for Animals“ Ammerman, Baker, Lewis
“The Vitamin Bible” Earl Mindell
“Krebs - warum wir noch sterben, um die Wahrheit zu kennen“ Phillip Day